Rumänien
Parlament spricht sich gegen Regierungschef-Kandidaten Vestea aus

In Rumänien ist die Bildung einer neuen Regierung gescheitert.

    Der rumänische Premierminister Ilie Bolojan spricht in Bukarest (Rumänien) vor einer Parlamentssitzung. Hinter ihm sitzen mehrere Personen.
    Ilie Bolojan war vor gut zwei Monaten abgesetzt worden. (picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Vadim Ghirda)
    Das Parlament lehnte den Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten, Vestea, ab. Dieser hätte für seine Wahl die absolute Mehrheit von 233 Ja-Stimmen benötigt. Vestea erhielt jedoch nur 189, auch da ein Teil der Abgeordneten den Plenarsaal bereits vor Beginn der Abstimmung verlassen hatte. Nun muss Staatspräsident Dan dem Parlament einen neuen Kandidaten für dieses Amt vorschlagen. Dan hatte den pro-westlichen Vestea ernannt, nachdem der bisherige rumänische Regierungschef Bolojan per Misstrauensvotum Anfang Mai abgesetzt worden war. Dieser regiert das Land derzeit weiter kommissarisch.
    Vestea gehört wie Bolojan der Partei PNL an. Bolojan hatte sich als Parteivorsitzender gegen Vestea ausgeprochen, fand damit beim Staatspräsidenten jedoch kein Gehör.
    Diese Nachricht wurde am 23.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.