Montag, 08. August 2022

Parteitag der US-Republikaner
Trump zum Präsidentschaftskandidaten ernannt

Der Unternehmer Donald Trump ist von den US-Republikanern offiziell zum Präsidentschaftskandidaten nominiert worden. Auf dem Parteitag in Cleveland stimmten weit mehr als die notwendigen 1.237 Delegierten für Trump. Schon früh stand fest, dass er die absolute Mehrheit erreichte - trotz vorheriger wütender Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern des auch in den eigenen Reihen umstrittenen Kandidaten.

20.07.2016

    Donald Trump bei seiner Dankesrede nach der Vorwahl im US-Bundesstaat Nevada.
    Donald Trump bei seiner Dankesrede nach der Vorwahl im US-Bundesstaat Nevada. (afp / John Gurzinski)
    Nun ist es offiziell: Der umstrittene Immobilienmilliardär Donald Trump tritt für die Republikaner bei der Präsidentschaftswahl am 8. November an. Seine Gegenkandidatin dürfte die frühere Außenministerin Hillary Clinton sein, die nächste Woche auf dem Parteitag der Demokraten offiziell nominiert werden soll.
    Bei der Abstimmung in Cleveland wurden in einer langwierigen Prozedur nacheinander die Ergebnisse der Delegierten aus den einzelnen Bundesstaaten in alphabetischer Reihenfolge abgerufen. Ausgerechnet sein Heimatstaat New York brachte Trump dann die Mehrheit. Sein Sohn verkündete den Sieg mit typisch amerikanischem Pathos: "Glückwunsch, Dad, wir lieben Dich." Trump muss die Nominierung noch annehmen. Damit wird am Donnerstag gerechnet.
    Wütende Auseinandersetzungen vor der Abstimmung
    Vor der Abstimmung war der Parteitag von wütenden Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern des auch innerhalb der konservativen Partei umstrittenen Kandidaten überschattet worden. Am Montag brach offener Streit aus, weil einige Trump-Gegner versuchten, mit einer Änderung der Parteitagsregeln dessen Wahl doch noch zu verhindern. Die Nominierung selbst verlief aber weitgehend reibungslos.
    Zu diesem Zeitpunkt waren auch die Plagiatsvorwürfe gegen Trumps Ehefrau Melania in den Hintergrund getreten. In ihrer Rede vor den Delegierten hatte sie Passagen verwendet, die so ähnlich von Michelle Obama im Jahr 2008 gesagt worden waren. Mehrere Republikaner forderten lautstark, dass Melania Trumps Redenschreiber gefeuert werden sollten.
    (hg/kis)