Gesundheit
Patientenschützer Brysch kritisiert Bundestagsdebatte zu Organspende

Vor der Bundestagsdebatte zum Thema Organspenden kommt Kritik von der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

    Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch
    Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch (picture alliance / dpa / Deutsche Stiftung Patientenschut)
    Ihr Vorstand Brysch sagte, zum dritten Mal in acht Jahren führe der Bundestag eine Orientierungsdebatte. Anscheinend solle so lange beraten und abgestimmt werden, bis ein passendes Ergebnis vorliege. Neue Argumente fehlten aber.
    Brysch sprach sich gegen das Vorhaben einer überparteilichen Abgeordnetengruppe aus, eine Widerspruchsregelung einzuführen. Damit würde jeder Bürger zum potenziellen Organspender, der nicht ausdrücklich widersprochen hat. Brysch betonte, Eingriffe in die körperliche Unversehrtheit dürfe es ohne Zustimmung der Betroffenen niemals geben. Es sei ein Irrglaube, dass sich mit der Widerspruchslösung die Zahl der Organspender erhöhen ließe. - Der Bundestag beschäftigt sich am Nachmittag mit dem Thema.
    Diese Nachricht wurde am 25.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.