Frühkindliche Bildung
Personelle Lage bringt Kitas nach wie vor ans Limit

Trotz zurückgehender Kinderzahlen sehen sich viele Kitas laut dem Paritätischen Gesamtverband am Limit.

    Zahlreiche Kinderjacken hängen nebeneinander, darüber und darunter Holzfächer für Gegenstände und Schuhe der Kinder
    Das Sozialverhalten einiger Kinder lasse zu wünschen übrig, sagen Kitas und Schulen. Nehmen sich Eltern hier zu sehr aus der Pflicht? (imago / Rupert Oberhäuser)
    Wie aus dessen neuem Kita-Bericht hervorgeht, fehlen 107.000 pädagogische Beschäftigte, obwohl bundesweit mehr als 550.000 Kita-Plätze derzeit ungenutzt sind. Wo weniger Kinder kämen, schrumpfe die Zahl der Beschäftigten, erklärte der Sozialverband. In Sachsen etwa gingen in jeder zweiten Einrichtung mehr Fachkräfte, als neue hinzukämen. Rund 65 Prozent der Fachkräfte gaben demnach an, dass sie mit dem vorhandenen Personalschlüssel den Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht werden könnten. Jede zweite Kita musste zuletzt die Betreuung zeitweise einschränken. Neun von zehn Einrichtungen berichten von starker psychischer Beanspruchung des Personals. In vielen Kitas sei binnen eines Jahres mindestens eine Fachkraft aus psychischen Gründen gegangen.
    Das Bundeskabinett brachte unterdessen ein neues Kitagesetz auf den Weg. Es soll Kitas in schwierigen Lagen unterstützen. So soll künftig mit Sprachtests überprüft werden, wann Kinder bestimmte Frühförderungen benötigen.
    Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.