
Der linksgerichtete Kandidat Sánchez erklärte, das offiziell verkündete Ergebnis der Stichwahl nicht zu akzeptieren. Er warf der Wahlbehörde Manipulation vor und rief seine Anhänger zu Protesten auf. Zuvor war seine rechtsgerichtete Rivalin Fujimori mit rund 50,1 Prozent zur Siegerin erklärt worden, Sánchez kam demnach auf 49,9 Prozent. Keiko Fujimori ist die Tochter des vor knapp zwei Jahren gestorbenen, früheren Staatschefs Alberto Fujimori, der im Jahr 2000 unter anderem wegen Korruption zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden war. Sánchez war früher Minister in der Regierung des wegen eines versuchten Staatsstreichs inhaftierten Präsidenten Castillo.
Peru leidet seit Langem unter politischer Instabilität, Kriminalität und Korruption.
Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
