Politische Krise nach Präsidentschaftswahl
Peru: Linksgerichteter Kandidat Sánchez will knappen Sieg Fujimoris nicht anerkennen

In Peru droht nach dem knappen Ausgang der Präsidentschaftswahl eine politische Krise.

    Porträts der beiden Kandidaten der Präsidentenstichwahl vom 7. Juni 2026 in Peru: Keiko Fujimori (l.) und Roberto Sanchez nebeneinander.
    Der linksgerichtete Roberto Sanchez will einen Sieg seiner konservativen Rivalin Keiko Fujimori nach der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru nicht anerkennen. (AFP / STRINGER CONNIE FRANCE)
    Der linksgerichtete Kandidat ‌Sánchez ⁠erklärte, das offiziell verkündete Ergebnis der Stichwahl nicht zu akzeptieren. Er warf der Wahlbehörde ⁠Manipulation vor und rief seine Anhänger zu Protesten auf. Zuvor war seine rechtsgerichtete Rivalin Fujimori mit rund 50,1 Prozent zur Siegerin erklärt worden, Sánchez kam demnach auf 49,9 Prozent. Keiko Fujimori ist die Tochter des vor knapp zwei Jahren gestorbenen, früheren Staatschefs Alberto Fujimori, der im Jahr 2000 unter anderem wegen Korruption zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden war. Sánchez war früher Minister in der Regierung des wegen eines versuchten Staatsstreichs inhaftierten Präsidenten Castillo.
    Peru leidet seit Langem unter politischer Instabilität, Kriminalität und Korruption.
    Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.