Der Verband GKV erklärte, dass voraussichtlich ab Oktober die Einnahmen nicht mehr ausreichen würden, um die Pflegeleistungen voll zu finanzieren. Bis zum Jahresende brauche es weitere 500 Millionen Euro. Insgesamt ist demnach für dieses Jahr mit einem Defizit von 1,2 Milliarden Euro zu rechnen, obwohl es schon ein Darlehen des Bundes von 3,2 Milliarden Euro gegeben habe. Für das kommende Jahr erwartet die GKV ein Minus von rund zehn Milliarden Euro, sollten die Reformen nicht umgesetzt werden. Ein Haupt-Kostentreiber sei die steigende Zahl der Menschen, die Leistungen der Pflegeversicherung bekommen, erläuterte der Verband.
Die schwarz-rote Koalition bereitet für den Herbst eine Pflegereform vor. Im vorgelegten Entwurf geht es neben Ausgabenbremsen auch um Mehreinnahmen. Vorgesehen ist bisher unter anderem, den Pflegebeitrag für Kinderlose leicht auf 4,3 Prozent anzuheben. Bei der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern sollen Einschränkungen kommen und die Voraussetzungen für Einstufungen in Pflegegrade sollen tendenziell angehoben werden.
Diese Nachricht wurde am 31.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
