
Es gebe heute Probleme in der Bildung über alle Bundesländer hinweg
, führte Hose aus. Dass sich laut der Studie der Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und den Bildungserfolgen von Kindern hierzulande weiter verschärft habe, sei nicht hinnehmbar, betonte Hose. Dies zerstöre individuelle Lebenschancen und führe zudem zu großen gesellschaftlichen Problemen. Auch die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Schmidt und der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Reichardt, sprachen sich jeweils für die Einberufung eines nationalen Bildungsgipfels aus.
Schulleiter pocht auf Umbau der Strukturen
Der Schulleiter der der Katharina-Henoth-Gesamtschule in Köln, Martin Süsterhenn, zeigte sich
im Interview mit dem Deutschlandfunk
nicht überrascht über das schlechte Abschneiden bei der Pisa-Studie. Süsterhenn sieht vor allem beim Vermitteln von Lese-Kompetenzen die Strukturen in Deutschland als hinderlich. In der Schule sei Lesen immer mit Leistung und Noten verbunden, dabei müsse man Kindern eine Atmosphäre schaffen, in der Lesen Spaß mache, so Süsterhenn. Man müsse versuchen, die Schule mehr von den Kindern aus zu denken und auf individuelle Bedürfnisse anzupassen. Um das den Lehrkräften zu ermöglichen, müssten mehr Freiheiten in den Stundenplänen und im Kurrikulum geschaffen werden. Hier renne man oftmals den Vorgaben des Ministeriums hinterher.
Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
