Schulbildung
PISA-Studie: Forderungen nach nationalem Bildungsgipfel

Angesichts der schlechten Ergebnisse deutscher Schüler bei der jüngsten PISA-Studie mehren sich die Forderungen nach einem nationalen Bildungsgipfel. Der CDU-Fachpolitiker Hose sagte im Deutschlandfunk, eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund und Ländern sei überfällig.

    Unterlagen zur PISA-Studie 2025 vor Beginn einer Pressekonferenz
    Vorstellung der aktuellen PISA-Studie (picture alliance / dpa / Christoph Soeder)
    Es gebe heute Probleme in der Bildung über alle Bundesländer hinweg , führte Hose aus. Dass sich laut der Studie der Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und den Bildungserfolgen von Kindern hierzulande weiter verschärft habe, sei nicht hinnehmbar, betonte Hose. Dies zerstöre individuelle Lebenschancen und führe zudem zu großen gesellschaftlichen Problemen. Auch die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Schmidt und der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Reichardt, sprachen sich jeweils für die Einberufung eines nationalen Bildungsgipfels aus.
    In der neuen PISA-Studie schneiden 15-jährige Schüler in Deutschland so schlecht ab wie nie zuvor.

    Schulleiter pocht auf Umbau der Strukturen

    Der Schulleiter der der Katharina-Henoth-Gesamtschule in Köln, Martin Süsterhenn, zeigte sich im Interview mit dem Deutschlandfunk nicht überrascht über das schlechte Abschneiden bei der Pisa-Studie. Süsterhenn sieht vor allem beim Vermitteln von Lese-Kompetenzen die Strukturen in Deutschland als hinderlich. In der Schule sei Lesen immer mit Leistung und Noten verbunden, dabei müsse man Kindern eine Atmosphäre schaffen, in der Lesen Spaß mache, so Süsterhenn. Man müsse versuchen, die Schule mehr von den Kindern aus zu denken und auf individuelle Bedürfnisse anzupassen. Um das den Lehrkräften zu ermöglichen, müssten mehr Freiheiten in den Stundenplänen und im Kurrikulum geschaffen werden. Hier renne man oftmals den Vorgaben des Ministeriums hinterher.
    Diese Nachricht wurde am 09.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.