Rotes Meer
Pistorius: "Gefährlichster Einsatz der Bundeswehr seit Jahrzehnten"

Verteidigungsminister Pistorius hat den Einsatz der Fregatte "Hessen" im Roten Meer als den gefährlichsten seit Jahrzehnten bezeichnet. Es gehe um den Schutz des Völkerrechts, der Sicherheit auf den Meeren, aber auch um die Stabilisierung von Handelsrouten und der gesamten Region, sagte der SPD-Politiker bei seinem Besuch auf dem Schiff.

22.02.2024
    Griechenland, Souda: Soldaten sind beim Besuch von Boris Pistorius (SPD, v), Bundesminister der Verteidigung, an Bord der Fregatte "Hessen" im Souda Bay, Kreta angetreten.
    Pistorius besucht die Soldaten auf der Fregatte "Hessen" vor gefährlichem Einsatz im Roten Meer. (Michael Fischer/dpa)
    Die Fregatte liegt derzeit vor der griechischen Insel Kreta. Pistorius betonte, es handele sich um einen defensiven Einsatz. Man sei nur unterwegs, um Angriffe der Huthi-Miliz etwa mit Drohnen und Raketen auf Schiffe abzuwehren. Der Minister erklärte zugleich, dass ein direkter Angriff der Huthi auf die deutsche Fregatte nicht auszuschließen sei. Es gehöre zur operativen Vorbereitung dazu, sich auch darauf einzustellen.
    Am Freitag stimmt der Bundestag über das Mandat ab. Sollte das Parlament wie erwartet zustimmen, wird die Fregatte, am selben Tag ihren Einsatz im Roten Meer beginnen. Die militant-islamistischen Huthi im Jemen greift seit November die zivile Schifffahrt im Roten Meer an und stellt dies als Unterstützung für die Terrororganisation Hamas im Krieg gegen Israel dar.
    Diese Nachricht wurde am 20.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.