Afghanistan
Pistorius rät Trump zu einer Entschuldigung nach NATO-Kritik

Bundesverteidigungsminister Pistorius hält nach den Äußerungen von US-Präsident Trump zum NATO-Einsatz in Afghanistan eine Entschuldigung für geboten.

    Ein Bild aus dem Jahr 2017 zeigt britische und US-amerikanische Soldaten in Afghanistan. Sie stehen bewaffnet auf einem Feld, im Hintergrund fliegt ein Helikopter.
    Britische Soldaten im NATO-Einsatzes in Afghanistan (imago images / ZUMA Press / Nelvin C. Cepeda via www.imago-images.de)
    Pistorius sagte im ARD-Fernsehen, eine Entschuldigung wäre ‌ein Zeichen von Anstand, von Respekt und auch von Einsicht. Trumps Kritik sei "unanständig und respektlos" gewesen. Alle NATO-Partner hätten nach dem 11. September 2001 an der Seite der USA gestanden, betonte Pistorius.
    Trump hatte unter anderem behauptet, die USA hätten die NATO-Truppen in Afghanistan nie gebraucht. Zudem hätten sie sich abseits der Frontlinien gehalten.
    Die USA hatten nach den islamistischen Terroranschlägen 2001 Artikel Fünf des NATO-Vertrags aktiviert, um Beistand ihrer Verbündeten zu bekommen. Es ist bis heute das einzige Mal in der Geschichte der NATO, dass der Bündnisfall ausgerufen wurde.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.