Verteidigungsminister
Pistorius: Russische Angriffe auf Ukraine während Verhandlungen "besonders zynisch"

Bundesverteidigungsminister Pistorius hat die jüngsten russischen Angriffe auf die Ukraine als besonders zynisch bezeichnet.

    Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, und der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas geben ein Pressestatement.
    Verteidigungsminister Pistorius mit seinem litauischen Amtskollegen Kaunas. (dpa / Britta Pedersen)
    Der SPD-Politiker sagte auf einer Pressekonferenz mit seinem litauischen Kollegen Kaunas in Berlin, während bei den Verhandlungen in Abu Dhabi über eine mögliche Waffenruhe gesprochen werde, bombardiere Russland mit unerbittlicher Härte und Brutalität in einem bitterkalten Winter die zivile Energieinfrastruktur. Pistorius sprach in dem Zusammenhang von einem "völkerrechtswidrigen Terror" gegen die Bevölkerung. Mit Blick auf Forderungen aus Kiew nach zusätzlicher Munition für die Luftverteidigung erklärte Pistorius, Deutschland habe etwa bei den Patriot-Systemen mehr als ein Drittel seiner eigenen Kapazitäten abgegeben. Weitere Lieferungen seien derzeit nicht möglich, da die Bundeswehr selbst auf Ersatz warte.
    Der ukrainische Präsident Selenskyj forderte für die nächste Runde der Verhandlungen in Abu Dhabi echte Ergebnisse. In einer Videobotschaft schlug er vor, das für Sonntag geplante Treffen vorzuziehen.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.