
Wenn es darauf ankomme, halte Staatschef Putin immer an seinen Maximalforderungen fest, sagte Pistorius (SPD) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Putin zeige sich an keiner Stelle kompromissbereit. Während der Friedensgespräche in Abu Dhabi habe der russische Machthaber die Ukraine in einer Art und Weise bombardieren lassen wie kaum zuvor in diesem Krieg. Das sei Terror, der sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richte, in einem Winter mit Temperaturen von minus 20 Grad, führte Pistorius aus.
Linken-Parteichef van Aken sagte im Deutschlandfunk, es sei für die Menschen zwar enorm wichtig, dass es derzeit keine Angriffe auf die Energieinfrastruktur gebe. Diese Mini-Teilwaffenruhe sei aber nur etwas ganz Kleines. Die Europäer könnten viel mehr tun, etwa Tanker der russischen Schattenflotte in der Ostsee stoppen oder auf China zugehen, damit Peking sanften Druck auf Moskau ausübe.
Derzeit keine Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine und Russland
Nach einer von den USA angestoßenen Vereinbarung haben Russland und die Ukraine Präsident Selenskyj zufolge ihre Angriffe auf Energieziele eingestellt. Russland konzentriere sich nun stattdessen auf Logistikziele wie Eisenbahnknotenpunkte. Putin erhielt laut Kreml eine persönliche Bitte von US-Präsident Trump, die Angriffe auf Kiew bis zum 1. Februar einzustellen.
Weitere Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi geplant
Morgen soll eine weitere Runde der Gespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine über einen möglichen Frieden in Abu Dhabi stattfinden. Doch Selenskyj zufolge könnten sich Ort und Zeit aufgrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ändern. US-Außenminister Rubio hatte bereits erklärt, dass die US-Gesandten Witkoff und Kushner diesmal nicht an den Friedensgesprächen teilnehmen.
Diese Nachricht wurde am 31.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
