Untersuchung
Podcasts zu Geldanlagen erhöhen nicht die Rendite

Podcasts zu Geldanlagen erhöhen zwar das Interesse, aber nicht die Rendite. Wie Forschende aus Bremen und Hamburg herausgefunden haben, motivieren solche Hörangebote, sich mit Investments zu beschäftigen und aktiv zu werden.

    Ein Mann hält ein Smartphone mit einer geöffneten Trading-App und prüft den Aktienkurs seiner Geldanlage.
    Geldanlage via App (Symbolbild) (picture alliance / photothek.de / Thomas Trutschel)
    Demnach handeln Hörer der Podcasts etwa Aktien gezielter, da sie Unternehmen und Märkte besser verstehen. Es gebe jedoch keine Hinweise, dass die Podcast-Hörer höhere Renditen erzielten. Die Renditen seien teilweise sogar etwas niedriger gewesen. Die Forscher können allerdings zeigen, dass Aktien, die in Investment-Podcasts besprochen werden, deutlich häufiger gehandelt werden.

    25.000 untersuchte Podcastfolgen

    Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass in Podcasts geteilte Informationen sich besonders schnell verbreiteten und von den Hörern als handlungsrelevant eingestuft würden. Es würden nicht neue Informationen geschaffen, sondern vorhandene Informationen verständlicher und sichtbarer gemacht, heißt es.
    Die Forscher der Universität Bremen und der Hamburger Kühne Logistics University analysierten rund 100.000 Gesprächsabschnitte aus 25.000 englischsprachigen Podcastfolgen. Zudem werteten sie Kursbewegungen und Nutzungsdaten einer Investment-App aus. Bei der Untersuchung handelt es sich um ein Arbeitspapier, sie wurde noch nicht für die Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift überprüft.
    Diese Nachricht wurde am 22.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.