Gipfeltreffen
Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn nähern sich wieder an: "Visegrád-Gruppe" soll nach Orbán neu belebt werden

Die Visegrád-Staaten Polen, Tschechien und die Slowakei wollen ihre Differenzen mit Ungarn beilegen.

    Babis, Tusk, Magyar und Fico stehen während einer Pressekonferenz nebeneinander hinter Rednerpulten.
    Die Visegrad-Staaten wollen wieder gemeinsam die Interessen Mitteleuropas vertreten. (Robert Hegedus / MTI via AP / Robert Hegedus)
    Die Regierungschefs der vier mitteleuropäischen EU-Staaten, Tusk, Babiš, Fico und Magyar, teilten nach Beratungen in Budapest mit, sie wollten ihr informelles Regionalbündnis neu beleben. Es war das erste Gipfeltreffen seit mehr als zwei Jahren. Die diplomatischen Beziehungen waren aufgrund der pro-russischen Haltung des ehemaligen ungarischen Regierungschefs Orbán gestört. Orbáns Nachfolger Magyar betonte, man werde der Visegrád-Gruppe eine starke Stimme verleihen und künftig wieder gemeinsam die Interessen Mitteleuropas vertreten.
    1991 hatten Polen, Ungarn und die damalige Tschechoslowakei die Staatengruppe in der ungarischen Stadt Visegrád gegründet.
    Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.