Ukrainekrieg
Polens Ministerpräsident Tusk rechnet mit russischer Eskalation - auch Unterstützer der Ukraine betroffen

Der polnische Ministerpräsident Tusk rechnet für die kommenden Wochen mit einer weiteren Verstärkung der russischen Angriffe auf die Ukraine.

    Polens Ministerpräsident Donald Tusk
    Polens Ministerpräsident Donald Tusk (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Chancellery of the Prime Minister of Poland)
    Tusk sagte im Parlament in Warschau, allen Quellen zufolge sei für Spätherbst und Winter der bislang kritischste Moment im Krieg zu erwarten. Nach Einschätzung von Geheimdiensten umfasse der Plan Russlands auch hybride Angriffe auf Länder, die der Ukraine Beistand leisteten - darunter Polen. Es bestehe ein reales Risiko, dass Drohnen auf das Gebiet eines oder mehrerer NATO-Staaten an der Ostflanke der Allianz stürzten - und dass Moskau dies dann offiziell als Unfall darstelle. Ziel sei es dabei, den Zusammenhalt in der NATO zu schwächen. 
    Tusk will die Ukraine heute besuchen, um mit Präsident Selenskyj zu sprechen. Auch der slowakische Ministerpräsident Fico wird zu Beratungen erwartet.
    Diese Nachricht wurde am 18.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.