Mögliche Unabhängigkeit
Politiker aus Wales, Schottland und Nordirland beraten über Unabhängigkeitsreferenden

Führende Vertreter nationalistischer Parteien aus Wales, Schottland und Nordirland sind in Cardiff zu Gesprächen über eine mögliche Loslösung von Großbritannien zusammengekommen.

    Eine Burg und ein Pub in der britschen Stadt Cardiff
    Das Treffen in Cardiff erhöht den Druck auf die britische Regierung. (picture-alliance/ dpa / Oliver Berg)
    In einer gemeinsamen Erklärung pochten sie auf ein Recht auf Selbstbestimmung. Getragen wird die Erklärung von der Schottischen Nationalpartei, der walisischen Pro-Autonomie-Partei Plaid Cymru und der irisch-republikanischen Sinn-Fein aus Nordirland. Sie wollen die britische Regierung demnach auffordern, Verfassungsänderungen in Wales, Schottland und Nordirland zu ermöglichen. Das Treffen ist das erste dieser Art.
    Großbritanniens Premierminister Burnham hatte vor kurzem Volksabstimmungen in Schottland und Nordirland erneut ausgeschlossen. Vor zwölf Jahren war ein entsprechendes Referendum in Schottland pro-britisch ausgegangen. In Nordirland regelt das Karfreitagsabkommen von 1998, dass ein Unabhängigkeits-Referendum angesetzt werden muss, wenn sich dafür eine Mehrheit abzeichnet. Burnham sieht die Voraussetzungen dafür nicht gegeben.
    Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.