
Abgesehen von einem harten Kern seien rund zwei Drittel der Menschen, die die AfD gewählt haben, durchaus zurückzugewinnen,
sagte der Politikwissenschaftler
Conrad Ziller von der Uni Duisburg/Essen im Deutschlandfunk. In der Kommunikation würden abstrakte und politisch komplexe Themen aber oft nicht funktionieren. Bei der Ansprache müsse man auch auf eine neuere, modernere Sprache setzen, auch wenn diese manchmal unterkomplex sei. Soziale Medien seien ein politischer Raum geworden, den die AfD bereits geschickt nutze.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte einst die Halbierung der AfD als Ziel ausgerufen. Dass in Sachsen-Anhalt nun die CDU halbiert wurde, hänge auch mit dem Kopieren von AfD-Positionen zusammen, sagte Ziller. Es sei in der Politikwissenschaft gut belegt, dass die Übernahme von rechtspopulistischen Positionen nicht dazu führt, dass man ihnen das Wasser agraben kann. Viel mehr würden diese Positionen normalisiert. Das verändere nur den Diskurs, gewählt werde aber am Ende das Original. "In der Politikwissenschaft ist das eigentlich ein bekannter Befund", sagte Ziller.
Diese Nachricht wurde am 11.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
