Frankreich
Politische Auseinandersetzung nach gewaltsamem Tod eines Rechtsextremen in Lyon

In Frankeich hat der gewaltsame Tod eines jungen Rechtsextremen zu einer politischen Debatte geführt.

    Demonstranten in Lyon halten Fahnen hoch, ganz im Vordergrund ein Rollstuhlfahrer mit einer besonders großen Fahne.
    In Frankreich gehen Aktivisten der Rechten auf die Straße, um an das Opfer zu erinnern. (AFP / GUILLAUME BAPTISTE)
    Der 23-jährige Student und Angehörige der sogenannten "Identitären Bewegung" war am vergangenen Donnerstag in Lyon am Rande von Protesten gegen den Auftritt einer linksgerichteten Europaabgeordneten brutal attackiert worden. Zwei Tage später erlag er seinen Verletzungen. Justizminister Darmanin wies der linkspopulistischen Partei "La France Insoumise" eine Mitverantwortung zu. Deren Reden und Wortbeiträge führten zu ungezügelter Gewalt in Onlinediensten und dann auch in der physischen Welt. Der Vorsitzende von "La France Insoumise", Mélenchon, wies dies zurück. Seine Partei lehne jegliche Gewalt ab, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien "realitätsfern". Derweil rief Präsident Macron zu "Ruhe, Zurückhaltung und Respekt" auf. Keine Ideologie könne jemals rechtfertigen, dass man töte.
    Die "Identitäre Bewegung" machte Angehörige der Antifa für die Attacke auf den Verstorbenen verantwortlich. In dem Fall ermitteln nun die Behörden.
    Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.