
Der 66-jährige Andrew Mountbatten-Windsor war am Donnerstag - seinem Geburtstag - festgenommen worden und nach gut zehn Stunden Verhör und Gewahrsam am Abend unter Auflagen wieder freigelassen worden. Er wird verdächtigt, während seiner Zeit als Sonderbeauftragter für Handel zwischen 2001 und 2011 vertrauliche Informationen an den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben zu haben.
Grundlage der Ermittlungen sind von der US-Regierung freigegebene Dokumente über Epstein. Denen zufolge soll Mountbatten-Windsor Berichte der britischen Regierung über Investitionsmöglichkeiten in Afghanistan sowie Einschätzungen zu Vietnam und Singapur an Epstein weitergeleitet haben. Dem früheren Duke of York droht eine lebenslange Haft, die Höchststrafe für "Fehlverhalten im Amt" in Großbritannien.
Andrew hat durch seine Verbindung zu Epstein bereits seine gesellschaftliche Stellung und seine Privilegien verloren. 2019 trat er von allen royalen Pflichten zurück. Im Oktober entzog ihm König Charles auch den Prinzentitel. Der 66-Jährige hat zwar seine Kontakte zu Epstein bedauert, jegliches Fehlverhalten aber bestritten. 2022 endete eine Zivilklage gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs des zur Tatzeit noch minderjährigen Epstein-Opfers Virginia Giuffre mit einem Vergleich.
Diese Nachricht wurde am 20.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
