Sachsen
Polizei findet zwölf Sprengsätze an Stromleitungen - Zusammenhang mit Fund in NRW und Brandenburg vermutet

Die sächsische Polizei hat Details zu den versuchten Anschlägen auf das Stromnetz in den Landkreisen Bautzen und Görlitz bekannt gegeben.

    Ein VW-Bus der Polizei steht mit Blaulicht unter Hochspannungsleitungen vor einem Waldstück.
    Polizeieinsatz nach einem mutmaßlichen Anschlagversuch auf die Stromversorgung in der Nähe von Görlitz, Sachsen. (Jürgen Lösel / dpa / Jürgen Lösel)
    An zwei Umspannwerken waren insgesamt zwölf selbstgebaute Sprengvorrichtungen gefunden und entschärft worden, wie die Polizeidirektion Görlitz und die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitteilten. Vorsorglich werde die elektrische Infrastruktur weiter abgesucht. Die Ermittler riefen die Bevölkerung dazu auf, Hinweise einzureichen. Bild- und Videomaterial seien von besonderem Interesse. Die sächsischen Behörden prüfen nach eigenen Angaben einen Zusammenhang mit ähnlichen Funden in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Gefahndet wird nach einem Verdächtigen, der sich zu den Anschlägen auf die Stromversorgung bekannt hat. In der Wohnung des 48-Jährigen fanden Ermittler Sprengstoff.
    In dem Bekennerschreiben soll sich der Verdächtige gegen Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen gewendet haben.
    Diese Nachricht wurde am 05.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.