Erde
Potsdam-Institut: Sieben planetare Grenzen so weit überschritten wie nie zuvor

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hat auf eine weitere Verschlechterung des Zustands der Erde hingewiesen. Demnach sind sieben planetare Grenzen so weit überschritten wie nie zuvor.

    Das Bild zeigt einen Blick aus dem Weltall auf die Erde. Zu sehen sind Australien und der Pazifik
    Die Erde (Archiv) (DSCOVR/NASA)
    Planetare Grenzen sind den Angaben zufolge miteinander verbundene Prozesse im Erdsystem. Falls sie sich zu stark verändern, sind die Stabilität und die Widerstandsfähigkeit des Planeten gefährdet.
    Bei den sieben überschrittenen Grenzen handele es sich um den Klimawandel, die Integrität der Biosphäre, die Veränderung der Landnutzung und die Veränderung des Süßwasserkreislaufs sowie um die Veränderung der biogeochemischen Kreisläufe, den Eintrag menschengemachter Substanzen und die Ozeanversauerung.

    Verbesserung nur bei zwei planetaren Grenzen

    Nur bei zwei planetaren Grenzen habe sich die Lage im vergangenen Jahrzehnt verbessert, heißt es in dem Bericht des Potsdam-Instituts. Verbesserung gab es bei der Ozonschicht und der globalen Aerosolbelastung der Atmosphäre.
    Der Hauptautor des Berichts, Boris Sakschewski, forderte zu schnellem Handeln auf, um bei allen planetaren Grenzen in den sicheren Handlungsraum zurückzukehren. Er betonte, nur so könne man die Lebensgrundlagen schützen und Wohlstand auch in Zukunft sichern.
    Das Potsdam-Institut erstellt jährlich den "Planetary Health Check". Für die aktuelle Ausgabe trugen mehr als 60 Forschende wissenschaftliche Erkenntnisse zum Zustand der planetaren Grenzen zusammen.

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    Diese Nachricht wurde am 22.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.