Karneval
Präsident des Festkomitees stellt sich hinter Düsseldorfer Wagenbauer Tilly

Der scheidende Präsident des Festkomitees Kölner Karnveval, Kuckelkorn, hat den Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly gegen juristische Anschuldigungen aus Russland verteidigt. Es gelte, Kritik zuzulassen und auszuhalten, sagte Kuckelkorn im Deutschlandfunk. Generell bedeute Karneval, Haltung zu zeigen.

    Karnevalist Christoph Kuckelkorn schaut in Uniform in die Kamera und lächelt, hinter ihm stehen weitere Personen in Festuniform.
    Christoph Kuckelkorn bei der Eröffnung des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht in Köln (picture alliance / Panama Pictures / Christoph Hardt)
    Dazu gehöre ein deutliches Bekenntnis zur Demokratie und zum entsprechenden Wertesystem. Eine Aufgabe sei es, den Zusammenhalt zu stärken und einer Polarisierung der Gesellschaft entgegenzuwirken.
    Mit den Rosenmontagszügen erreicht der Straßenkarneval im Rheinland heute seinen Höhepunkt. Wegen früherer Darstellungen des russischen Präsidenten hat die Moskauer Staatsanwaltschaft gegen Wagenbauer Tilly in dessen Abwesenheit Anklage erhoben. Dieses Jahr wird Putin auf drei Wagen gezeigt. Auf einem Mottowagen geht es um die juristische Verfolgung Tillys: Ein grimmig dreinschauender Putin spießt einen kleinen Karnevalsnarren mit dem Schwert auf, dieser schlägt mit Pappe zurück.
    In Köln soll diesmal kein Putin-Wagen rollen. Dafür werden unter anderem der oberste Führer des Irans, Chamenei, und die AfD persifliert.
    Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.