Nach Ansturm
Präsident von Ceuta: "100 Menschen ums Leben gekommen" - EU-Parlament debattiert über Migration und Grenzsicherung

Bei dem Andrang auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta sind nach jüngsten Angaben 100 Menschen ums Leben gekommen.

    Menschen sammeln sich auf einem Hügel neben der Grenze zu Ceuta. Im Hintergrund sind die Gebäude der Enklave zu sehen.
    Das EU-Parlament hat über den Ansturm auf die spanische Exklave Ceuta debattiert (Archivbild). (AFP / Abdelmajid Bziouat)
    Dies gab Ceutas Präsident Vivas während einer Sitzung des Europäischen Parlaments in Brüssel bekannt. Zuvor war von bis zu 75 Toten die Rede. EU-Migrationskommissar Brunner verwies in der Parlamentsdebatte auf die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit Nachbarstaaten bei der Migration und der Grenzsicherung. Das sei eine wichtige Erkenntnis aus den Ereignissen in Ceuta, so Brunner. Die EU sei verwundbar, wenn Grenzkontrollen vom - Zitat - guten Willen eines Nachbarlandes abhingen.
    Zehntausende Menschen waren überwiegend schwimmend von Marokko nach Ceuta gelangt. Die Massenankunft hatte europaweit eine neue Debatte über die Migrationspolitik ausgelöst.
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.