Peru
Präsidentin Fujimori lässt Geschichts-Lehrpläne anpassen

In Peru verändert die rechtsgerichtete Präsidentin Keiko Fujimori jetzt die Lehrpläne an den Schulen. Jegliche Ideologie soll aus dem Unterrichtsprogramm gestrichen werden. Ihr Bildungsminister sagt, dass es konkret um "Genderideologien" gehe - für die in der Schule kein Platz mehr sei.

    Eine Frau mit dunklen schulterlangen Haaren lacht und winkt in die Kamera. Sie trägt eine weiße Bluse und ein dunkelblaues Sakko mit rot-weißem Anstecker.
    Keiko Fujimori ist neue Präsidentin von Peru - und lässt die Geschichte in den Schulbüchern umschreiben. (AFP / STRINGER)
    Auch die Lerninhalte über die jüngere Geschichte von Peru werden angepasst - konkret, was die Regierungszeit von Fujimoris Vater Alberto betrifft. Im Zusammenhang mit der massiven staatlichen Gewalt von damals soll nicht mehr von einem Bürgerkrieg gesprochen werden, sondern nur noch vom Kampf gegen den Terror.
    Fujimoris Vater Alberto regierte Peru zwischen 1992 und 2000 autoritär. Er ging mit Gewalt gegen die linksterroristische Guerilla vor - und befahl in dieser Zeit auch mindestens zwei Massaker an der Landbevölkerung. Dafür hatte er 2009 eine lange Haftstrafe kassiert. Vor zwei Jahren ist Fujimoris Vater gestorben.
    Diese Nachricht wurde am 15.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.