
Die für die Koordination der Medienpolitik der Länder zuständige Landesregierung von Rheinland-Pfalz bezeichnete Weimers Forderungskatalog als Debattenimpuls, den man "zur Kenntnis genommen" habe. Für die aktuelle Arbeit der Rundfunkkommission spielten Weimers Einlassungen keine Rolle, erklärte Medienstaatssekretär Welling (CDU).
Die SPD-regierten Länder wiesen die Vorschläge ebenfalls zurück. Sie kritisieren auch den Zeitpunkt von Weimers Auftritt: "Wenige Tage nach der Wahl in Sachsen-Anhalt hätte ich mir Vorschläge gewünscht, wie wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor den Angriffen von Rechtspopulisten schützen", sagte Hamburgs Kultur- und Mediensenator Brosd der Nachrichtenagentur KNA.
Kritik auch von Journalistengewerkschaft
Der DJV-Vorsitzende Beuster warnte davor, eine Zusammenlegung von ARD-Anstalten sowie eine Privatisierung des ZDF auch nur als Gedankenspiel in Betracht zu ziehen. Das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem mit ARD und ZDF habe sich bewährt. Ideen zu einem Umbau mit der Abrissbirne kenne man bisher nur von der AfD, betonte Beuster. Über die konkrete Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks müssten ohnehin die Bundesländer und ihre Parlamente entscheiden.
Weimer hatte laut einem Bericht der KNA auf einer Konferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung das System aus ARD und ZDF in Frage gestellt. Demnach erwog er Möglichkeiten, das ZDF zu privatisieren und ARD-Anstalten zusammenzulegen.
Diese Nachricht wurde am 16.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
