Nahost
Proteste in Beirut gegen Abkommen zwischen Israel und Libanon

Nach der Einigung zwischen Israel und dem Libanon auf ein Rahmenabkommen hat es in der libanesischen Hauptstadt Beirut Proteste gegeben.

    Die Botschafter von Israel und dem Libanon sowei der der Stabschef des US-Außenministeriums unterzeichnen ein Abkommen.
    Vordere Reihe: Der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, der Stabschef des Außenministeriums, Daniel Holler, und die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh; Im Hintergrund: US-Außenminister Marco Rubio (AFP / SAUL LOEB)
    Unterstützer der proiranischen Hisbollah-Miliz zogen am Abend und in der Nacht zu Fuß und auf Motorrädern durch die Stadt. Berichten zufolge riefen sie Protest-Slogans gegen das Abkommen. Straßen seien mit brennenden Reifen blockiert worden. 
    Die Hisbollah fühlt sich nicht an die Rahmenvereinbarung gebunden, über die US-Außenminister Rubio informiert hatte. Sie hat mittelfristig zum Ziel, die Kämpfe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah zu beenden sowie Libanons Souveränität wiederherzustellen. Israel hat im Südlibanon Soldaten stationiert, um seine Nordgrenze vor Angriffen der Hisbollah zu schützen. Der libanesische Präsident Aoun äußerte die Erwartung, dass im Zuge der Vereinbarung Vertriebene in ihre Heimat zurückkehren. Dies lehnt Israels Ministerpräsident Netanjahu weiter ab, ebenso einen vollständigen Rückzug seiner Armee.
    Diese Nachricht wurde am 27.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.