USA
Prozess-Auftakt gegen Meta-Konzern - Vorwurf der Schädigung von Kindern

In den USA hat ein womöglich wegweisender Prozess um vermutete Social-Media-Sucht durch die Plattformen Instagram und Facebook begonnen.

    Meta-Chef Mark Zuckerberg steht vor einer schwarz-weißen Wand und spricht in ein Mikrofon.
    Wird vor Gericht befragt: Meta-Chef Mark Zuckerberg (AP Photo / Godofredo A. Vásquez)
    Der Mutterkonzern Meta muss sich vor einem Gericht in Oakland im Bundesstaat Kalifornien wegen des Vorwurfs verantworten, mit seinen Online-Netzwerken Minderjährige abhängig und damit psychisch krank zu machen. Mehrere US-Bundesstaaten verlangen Beschränkungen bei Instagram- und Facebook-Funktionen sowie eine massive Strafzahlung von rund 200 Milliarden Dollar. Die stellvertretende kalifornische Generalstaatsanwältin O'Neill sagte in ihrem Eröffnungsplädoyer, Meta habe Kinder und Jugendliche abhängig gemacht, die Funktionsweise ihrer Gehirne "ausgenutzt" und die Öffentlichkeit in die Irre geführt.
    Meta hatte bereits zuletzt Niederlagen vor US-Gerichten wegen ähnlicher Vorwürfe erlitten. In diesem Prozess will die Anklage auch Konzernchef Zuckerberg befragen. Meta weist die Vorwürfe zurück und argumentiert, bereits ausreichend Schutzmaßnahmen für minderjährige Nutzerinnen und Nutzer ergriffen zu haben.
    Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.