
Er denke, dass dies ein erneuter schwerer Fehler sei, sagte Putin in einer Pressekonferenz. Dies laufe den Interessen des deutschen Volkes zuwider. Die Bundesregierung hatte Russland für den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig vom 4. August verantwortlich gemacht. Nach Angaben von Bundesinnenminister Dobrindt belegen polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse eine russische Verantwortung. Putin sagte hingegen, Deutschland müsse Beweise nennen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will die Bundesregierung ihre Erkenntnisse heute dem NATO-Rat vorlegen.
Als Reaktion soll das letzte noch offene russische Generalkonsulat in Deutschland in Bonn zum 18. September schließen. Zudem will die Bundesregierung den Vertrag über das Russische Haus in Berlin kündigen, Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige verschärfen und auf weitere EU-Sanktionen dringen. Beobachter rechnen damit, dass der Kreml - wie es heißt - spiegelbildlich antworten und etwa das Goethe-Institut in Russland schließen werde. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Sacharowa, erklärte, Moskau werde auf alle antirussischen Entscheidungen reagieren.
Diese Nachricht wurde am 02.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
