Donnerstag, 01. Dezember 2022

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Radikalisierung
NRW setzt auf das Salafisten-Präventionsprogramm "Wegweiser"

Es scheint paradox: Je brutaler die Bilder im Netz, die den Islamischen Staat in Aktion zeigen, umso höher steigt die Zahl der Ausreisewilligen, die aus Deutschland in den Dschihad ziehen. Allein aus Nordrhein-Westfalen kämpfen 140 junge Muslime in den Krisengebieten. Vorausgegangen sind immer eine Radikalisierung und die Hinwendung zum Salafismus.

Am Mikrofon: Barbara Weber | 05.11.2014

    Anhänger der Salafisten beten am Samstag (09.06.2012) in Köln unter der Beobachtung der Polizei.
    Was treibt junge Männer in den Dschihad? (picture alliance / dpa - Roland Weihrauch)
    Diese radikale Form des Islam scheint inzwischen für eine wachsende Zahl - überwiegend junger Männer - attraktiv. Der Verfassungsschutz zählt inzwischen 1800 Salafisten in NRW. Die Landesregierung versucht jetzt gegenzusteuern mit dem Präventionsprojekt "Wegweiser", das nach einer Pilotphase ausgeweitet werden soll.
    Aber lässt sich mit einem solchen Projekt die Radikalisierung junger Menschen aufhalten? Was treibt junge Männer in den Dschihad?
    Und sind es womöglich gesellschaftliche Defizite, die zur Radikalisierung führen? Darüber wollen wir in der Länderzeit diskutieren.
    Diskutieren Sie mit.
    Rufen Sie kostenfrei an unter Tel: 00 800 4464 4464 oder schicken Sie uns eine Mail an laenderzeit@deutschlandfunk.de

    Unsere Gesprächsgäste:
    • Ralf Jäger, Minister für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen
    • Dr. Marwan Abou-Taam, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz
    • Samy Charchira, Vorstandsmitglied im Projekt "Wegweiser" und Sachverständiger der Deutschen Islamkonferenz
    • Dr. Guido Steinberg, Islamwissenschaftler bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
    • Florian Endres, Beratungsstelle Radikalisierung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge