Analyse von Fossilien
Raubsaurier erbeuteten junge Sauropoden

Bis zu 30 Meter lang und Dutzende Tonnen schwer: Die pflanzenfressenden Sauropoden waren die größten Tiere, die jemals über die Erde stampften. Doch als Beute bevorzugten räuberische Dinosaurier damals nicht ausgewachsene Ihresgleichen, sondern vielmehr eine leichtere Beute: den Nachwuchs. Zu diesem Ergebnis kam ein internationales Forschungsteam durch die Analyse von Fossilien.

    Zu sehen ist ein Protestzug mit vielen Menschen, die rot-weiße Flaggen Dänemarks hochhalten.
    Veteranen-Protest in Kopenhagen (Emil Helms / Ritzau Scanpix Foto / A / dpa-bildfunk)
    Das Team um Cassius Morrison vom University College London analysierte im US-Bundesstaat Colorado die sogenannte Dry Mesa Dinosaur Quarry. In dieser Formation sammelten sich vor 150 Millionen Jahren über den Zeitraum von etwa 10.000 Jahren viele Dinosaurier-Fossilien an - darunter mindestens sechs Sauropoden-Arten wie Diplodocus, Brachiosaurus und Apatosaurus sowie auch Fleischfresser samt teilweise erhaltenem Mageninhalt.

    Schutzloser Nachwuchs

    Aus den Analysen leitete das Team im "New Mexico Museum of Natural History and Science Bulletin" Details zu Lebensweise und Nahrungsgewohnheiten ab. Ko-Autor Cassius Morrison sagte dazu: "Ausgewachsene Sauropoden wie Diplodocus und Brachiosaurus waren länger als ein Blauwal. Wenn sie gingen, bebte die Erde." Aber ihre Eier seien nur einen Fuß - also etwa 30 Zentimeter - lang gewesen, und ihr Nachwuchs habe nach dem Schlüpfen viele Jahre zum Wachsen gebraucht. 
    Schon aufgrund ihrer Größe hätten sich Sauropoden nicht um die Eier kümmern können, hieß es weiter. Ihr Nachwuchs sei daher schutzlos gewesen - ähnlich wie frisch geschlüpfte Meeresschildkröten. Davon hätten Räuber wie der bis zehn Meter lange Allosaurus profitiert.
    Diese Nachricht wurde am 31.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.