
Bundeswirtschaftsministerin Reiche bezeichnete eine vorübergehenden Senkung der Umsatzsteuer für Kraftstoffe von 19 auf sieben Prozent als sinnvollen Ansatz. Hielten die hohen Energiepreise länger an, brauche es zudem gezielte Entlastungen für Menschen mit niedrigen Einkommen, erklärte die CDU-Politikerin am Rande eines G20-Treffens in den USA. Einen Spritpreisdeckel halte sie dagegen für den falschen Weg.
Finanzminister Klingbeil, SPD, favorisiert weiterhin eine Übergewinnsteuer, also die Abschöpfung krisenbedingter Profite bei den Mineralölkonzernen. Dagegen meldete die Union Bedenken an. Linken-Chefin Schwerdtner kritisierte in der "Rheinischen Post", mit einem Verzicht auf eine Übergewinnsteuer schone man Mineralölkonzerne, anstatt sich das Geld zurückzuholen und für Entlastung der Verbraucher zu sorgen. Die AfD forderte eine dauerhafte Senkung der Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe. Die Grünen sprachen sich neben einer zusätzlichen Besteuerung der Ölkonzerne für Direktzahlungen an die Bürger aus.
Diese Nachricht wurde am 16.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
