Nach Erdbeben
Regierungskritische Medien in Venezuela fordern Aufhebung der Zensur

In Venezuela fordern regierungskritische Medien die Behörden auf, der Bevölkerung den Zugang zu Informationen zu erleichtern.

    Venezuela, Caraballeda: Freiwillige und Rettungskräfte helfen bei der Suche nach Überlebenden.
    In Venezuela kann sich die Bevölkerung nach dem Erdbeben kaum unabhängig informieren. (Miguel Medina/Pool AFP via AP/dpa)
    Die Medienzensur müsse aufgehoben werden, hieß es in einem Aufruf des Chefredakteurs der Zeitung "El Nacional", Otero. Der Zugang zu Informationen rette Leben. Auch eine UNO-Hilfsmission hatte nach dem Erdbeben in Venezuela in der vergangenen Woche die Medienbehörde des Landes aufgefordert, den Zugang zu Informationen und Kommunikationskanälen wiederherzustellen.
    Regierungskritische Medien können in Venezuela nur stark eingeschränkt arbeiten. Die Zeitung "El Nacional" musste 2018 ihre gedruckte Ausgabe einstellen. Der Internetzugang zu unabhängigen Informationen ist für die Bevölkerung kaum möglich. Auch Hilfsorganisationen berichteten nach dem Erdbeben über Probleme durch Einschränkungen der Regierung in Caracas.
    Diese Nachricht wurde am 03.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.