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Studie
Regionale Investitionen senken Stimmanteil von Rechtspopulisten

Öffentliche Investitionen in die Entwicklung strukturschwacher Regionen reduzieren einer Studie zufolge die Unterstützung für rechtspopulistische Parteien in Europa.

    Das Logo des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) ist auf einer Fahne an dem Gebäude an der Förde in Kiel zu sehen.
    Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (Carsten Rehder / dpa / Carsten Rehder)
    In geförderten Gebieten sei deren Stimmanteil im Durchschnitt um 15 bis 20 Prozent gesunken, heißt es in einem Papier des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Gleichzeitig sei das Vertrauen in demokratische Institutionen gestiegen, während die Unzufriedenheit mit der Europäischen Union abgenommen habe. Die Unterstützung linkspopulistischer Parteien blieb der Studie zufolge unbeeinflusst. Erhoben wurden Daten von 1999 bis 2019.
    Ähnlich äußern sich auch Akteure aus den Regionen. So drängte gestern etwa der Sächsische Kultursenat auf mehr Förderung im ländlichen Raum. Nicht nur in den Städten, sondern auch auf dem Land schafften Kunst und Kultur nachhaltige Impulse des Miteinanders, hieß es in Dresden. Sie seien wichtig zur Stärkung einer demokratischen Gesellschaft. Man brauche daher verlässliche Finanzierungen von Theatern und anderen Institutionen der kulturellen Bildung.
    Diese Nachricht wurde am 09.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.