
Das sei respektlos und schäbig. Fahimi kritisierte in diesem Zusammenhang erneut Bestrebungen der Bundesregierung, den Acht-Stunden-Tag in Deutschland zugunsten einer wöchentlichen Obergrenze aufzuweichen. Die Gewerkschaften hätten 100 Jahre für diese Errungenschaft gekämpft. "Es geht dabei um Gesundheit, um einen geregelten Arbeitstag."
Fahimi betonte, es gebe im Arbeitszeitgesetz bereits jetzt ausreichend Ausnahmeregeln. "Niemand muss seine Arbeit beenden, wenn zum Beispiel das Arbeitsprodukt dadurch gefährdet ist. Wenn es Noteinsätze gibt, ob das in einem Leitwerk eines Kraftwerks ist oder ob das im Krankenhaus ist". Die Pläne der Bundesregierung seien dagegen ein Anreiz für Arbeitgeber, Tarifverträge grundsätzlich in Frage zu stellen.
Bundesregierung will flexiblere Arbeitszeiten noch 2026
Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch die sogenannte "Nationale Tourismusstrategie" verabschiedet. Darin wird die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag bekräftigt, eine wöchentliche Obergrenze von Arbeitsstunden einzuführen. Das von der SPD geführte Arbeitsministerium plant dazu einen ersten Gesetzesentwurf für das erste Halbjahr 2026.
Derzeit ist die Arbeitszeit für Beschäftigte auf acht Stunden und in Ausnahmefällen auf bis zu zehn Stunden pro Tag begrenzt.
Diese Nachricht wurde am 30.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
