NASA
Rettungsmission für Weltraum-Teleskop Swift gescheitert

Die NASA und ein Raumfahrt-Start-up haben die Rettungsmission für das Weltraum-Teleskop Swift für gescheitert erklärt. Der Forschungssatellit wird wohl noch in diesem Jahr in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen.

    Virginia: Das "LINK"-Raumfahrzeug, eine Wartungssonde der Firma Katalyst, steht in einer Halle (undatiertes Handout).
    Ein Raumfahrzeug soll sich dem Teleskop nähern. (Ron Beard / NASA / dpa / Ron Beard)
    Geplant war eigentlich, dass ein unbemanntes Rettungsraumschiff das abgesackte Teleskop mit Roboter-Armen einfängt und wieder in eine höhere Umlaufbahn bringt. Probleme bei der Steuerung machen den geplanten Einsatz jetzt aber unmöglich, wie die NASA mitteilte. Zu Forschungszwecken soll sich das Raumschiff trotzdem noch dem Satelliten zumindest nähern.
    Die Rettungsmission hatte die NASA mit einem erstaunlich günstigen Budget von 30 Millionen Euro an das Start-up Katalyst Space vergeben. Das rund 400 Kilogramm schwere Raumschiff mit drei Roboterarmen, drei Hauptantriebswerken und zahlreichen weiteren Instrumenten war im Juli von einem Atoll der Marshallinseln im Südpazifik gestartet. Es sollte sich dem Forschungssatelliten nähern und ihn über einen Zeitraum von mehreren Monaten in seine Ursprungs-Umlaufbahn zurückbringen.

    Swift erforschte Gammablitze

    Der Forschungssatellit Swift war 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht worden und hatte seitdem vor allem gewaltige Energieausbrüche im Universum untersucht, sogenannte Gammablitze. Der Satellit ist zwar in gutem Zustand - droht aber abzustürzen, unter anderem wegen starker geomagnetischer Stürme, die durch Sonnenausbrüche ausgelöst wurden. 
    Diese Nachricht wurde am 22.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.