Epstein-Skandal
Rücktritte der norwegischen Botschafterin Juul und des britischen Stabschef McSweeney

Nach der Veröffentlichung der Akten im Fall des US-Sexualstraftäters Epstein gibt es weitere Rücktritte in europäischen Ländern.

    Juul mit mittellangen braunen Haaren blickt leicht lächelnd in die Kamera. Links von ihr ein Mikrofon, dahinter unscharf eine blaue Wand.
    Mona Juul am UNO-Hauptquartier in New York im Jahr 2021. (dpa / Pacific Press / Lev Radin)
    Die norwegische Spitzendiplomatin Juul legte ihr Amt als Botschafterin in Jordanien nieder. Sie war zuvor bereits von der Regierung in Oslo suspendiert worden. Die neu veröffentlichten Epstein-Dokumente legen engere Verbindungen Juuls zu dem ehemaligen Unternehmer offen. Ihre beiden Kinder wurden laut Medienberichten im Testament Epsteins mit jeweils fünf Millionen Dollar bedacht.
    In Großbritannien war zuvor bereits der Stabschef von Premierminister Starmer zurückgetreten. Der Labour-Politiker McSweeney übernahm in einer Stellungnahme die Verantwortung dafür, Starmer zur Ernennung des früheren Ministers Mandelson als britischem Botschafter in den USA geraten zu haben. Der Premier steht wegen der Personalie unter dem Druck von Opposition und Medien. Der bereits wieder entlassene Mandelson soll während der Finanz- und Wirtschaftskrise sensible Informationen an Epstein weitergegeben haben. Die britische Polizei ermittelt gegen ihn.
    Diese Nachricht wurde am 09.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.