Grönland-Konflikt
Rufe aus CDU und SPD nach harten EU-Gegenreaktionen auf Trumps Zolldrohungen

Im Streit um Grönland haben Politiker von CDU und SPD erneut eine harte Haltung gegenüber den USA gefordert.

    US-Präsident Donald Trump zeigt mit seinem Finger auf seinen Gesprächspartner.
    US-Präsident Trump. (Archivbild) (dpa / Evan Vucci)
    Man wolle keine Eskalation, aber man werde sich wehren, wenn es sein müsse, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, McAllister, im RBB. Der CDU-Politiker geht davon aus, dass der EU-Sondergipfel diese Woche über Gegenmaßnahmen entscheidet. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Lange, betonte, die USA seien auch stark abhängig von europäischen Produkten. Wenn Reden nicht helfe, müsse man Tatsachen schaffen. Die EU sei zwar in der schwächeren Position, hob der SPD-Politiker hervor. Deshalb könne man aber nicht alles akzeptieren, was die USA wollten. Gestern hatte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ahmetovic, erklärt, die Strategie der Anbiederung an Trump in den vergangenen Monaten sei gescheitert.
    Frankreichs Präsident Macron forderte die EU in seiner heutigen Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos ebenfalls auf, dem aggressiven US-Handelsdruck entschlossen entgegenzutreten. Hintergrund sind Trumps Zolldrohungen gegen europäische Staaten, die sich seinem Bestreben, die dänische Insel Grönland einzunehmen, widersetzen.
    Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.