
Die griechische Paläoanthropologin Katerina Harvati von der Universität Tübingen und ihr Team identifizierten zwei bearbeitete Holzstücke aus Erle sowie Weide oder Pappel. Eines der Werkzeuge wurde den Forschern zufolge wahrscheinlich zum Graben am Ufer eines früheren Sees oder zum Ablösen von Baumrinde benutzt. Die Fundstelle "Marathousa 1" in der Region Megalopolis war während der erdgeschichtlichen Epoche des Mittelpleistozäns ein Schlachtplatz, an dem auch die Überreste eines Ur-Elefanten gefunden wurden.
Durch die mehr als 430.000 Jahre alten Funde verschiebe sich der Nachweis für den Gebrauch solcher Werkzeuge um mindestens 40.000 Jahre in die Vergangenheit, hieß es in einer Mitteilung.
Noch älterer Holzfund entpuppte sich als Baumaterial
Die bisher ältesten als Werkzeuge genutzten Hölzer stammen unter anderem aus China, Deutschland, Sambia und Großbritannien. "Sie waren aber alle deutlich jünger als unsere Funde aus Marathousa 1", erklärte die an der Ausgrabung beteiligte Paläoarchäologin Annemieke Milks von der Universität Reading. Zwar sei ein Fund von bearbeitetem Holz aus Sambia mit 476.000 Jahren noch älter, dieses wurde aber als Baumaterial und nicht als Handwerkzeug verwendet.
Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
