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Corona-Infektionen
Runder Tisch zu mehr Unterstützung für Menschen mit Long Covid - Opposition kritisiert zu geringe Mittel

Bundesgesundheitsminister Lauterbach berät mit Vertretern der Wissenschaft und des Gesundheitswesens über bessere Unterstützungsangebote für Menschen mit Langzeitfolgen nach einer Corona-Infektion.

    Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit im Portrait. Er gestikuliert mit den Händen und steht vor einer blauen Wand.
    Bundesgesundheitsminister Lauterbach will über bessere Unterstützungsangebote für Menschen mit Long Covid beraten. (Bernd von Jutrczenka/dpa)
    Bei dem Runden Tisch in Berlin soll es darum gehen, Experten und Betroffene zusammenzubringen und Ideen für bessere Angebote zu entwickeln. Noch gibt es wenig Anlaufstellen, und Wartezeiten sind lang.
    Im Deutschlandfunk forderte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sorge, mehr interdisziplinäre Zentren, die Betroffenen schneller helfen könnten. Zudem bemängelte er, Lauterbach komme seinen Finanzierungsversprechen nicht nach. Statt der ursprünglich angekündigten 100 Millionen Euro für die Forschung gibt das Gesundheitsministerium 21 Millionen aus, hinzu kommen 20 Millionen aus dem Investitionsfonds.
    Nach Angaben des Ministeriums ist davon auszugehen, dass zwischen 6 und 15 Prozent der Corona-Infizierten an Long Covid erkranken. Darunter versteht man teils starke Beschwerden, die nach einer akuten Krankheitsphase von vier Wochen fortbestehen oder dann erneut auftreten.
    Diese Nachricht wurde am 12.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.