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RundfunkMedien und Regulierung in konvergenten Zeiten

Seit Jahrzehnten funktioniert Medienregulierung in Deutschland so: Ein Rundfunkunternehmen will einen neuen Sender gründen, stellt einen Antrag auf Zulassung bei der zuständigen Landesmedienanstalt, bekommt eine Zusage oder eine Ablehnung.

Moderation: Christian Floto | 29.05.2015

Mikrofone stehen auf einem Tisch.
Wo ist die Medienregulierung? (picture alliance / dpa / Marc Müller)
Doch neue Sender entstehen heute nur noch selten, die frühere Mangelwirtschaft mit knappen Frequenzen und wenigen Kabelkanälen gehört der Vergangenheit an, vom UKW-Hörfunk einmal abgesehen.
Und die Medienregulierung? Die Zeiten, als es gegen die Übernahmegelüste eines Leo Kirch oder Haim Saban ging, diese Hochphase der Medienregulierung ist endgültig vorbei, ihr Einfluss in den vergangenen Jahren immer mehr zurückgegangen. Die Medienpioniere von heute sitzen in den Etagen der Internetfirmen, weit außerhalb des Zugriffs durch die Regulierer. Dabei gäbe es auch dort einiges zu tun: Bei YouNow fragt zum Beispiel niemand, ob es erlaubt ist, Live-Videos direkt aus dem Kinderzimmer zu streamen.
Während also im Rundfunk jeder Ploppschutz reguliert ist, arbeitet das Internet mit seinen Video-, Audio- und Wortangeboten weitgehend unkontrolliert. Welche Konsequenzen hat diese Entwicklung für die Medienregulierung und die Medienpolitik? Findet die von Bund und Ländern gemeinsam eingesetzte Kommission zur Medienkonvergenz neue Regulierungsansätze für die zusammengewachsenen Medienmärkte von heute?
Im Medienquartett live aus Berlin diskutieren:
  • Dr. Carsten Brosda, Bevollmächtigter des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg für Medien
  • Dr. Hans Hege, Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg
  • Prof. Wolfgang Schulz, Direktor des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung
  • Dr. Hajo Schumacher, Journalist