
Sie trug bei der Nationenparade das Schild mit dem Ländernamen Ukraine in die Arena. Der Choreograf hatte vor der Eröffnungsfeier gefragt, ob einer der Freiwilligen eine der Nationen besonders gern begleiten wolle. Kutscherowa meldete sich nach eigenen Angaben für die Ukraine - und erhielt den Zuschlag.
Hinter der Russin liefen die ukrainische Fahnenträgerin Sydorko und Teile des ukrainischen Teams ins Stadion. Kutscherowa berichtete der Nachrichtenagentur AP von diesem besonderen Moment: "Ich habe mich umgedreht, ich wusste nicht, was ich zu ihnen sagen soll. Ich habe dann gesagt, dass ihnen das gesamte Stadion stehende Ovationen geben wird".
Mit ukrainischen Sportlern auf Russisch unterhalten
Die ukrainischen Sportlerinnen und Sportler hätten sie sofort als Russin erkannt und mit ihr auf Russisch gesprochen. "Wenn man Seite an Seite mit diesen Menschen geht, dann erkennt man, dass sie jedes Recht haben, Hass gegenüber jedem Russen zu fühlen", erklärte Kutscherowa, die seit 14 Jahren in Mailand lebt.
Beim großen Applaus für die ukrainische Delegation habe sie hinter ihrer schwarzen Brille einige Tränen vergossen. Jetzt habe sie Bedenken, dass ihr Auftritt und ihre öffentlichen Aussagen ihren Bekannten in Russland schaden könnten.
Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
