Verfassungsschutz
Russische Desinformationen gegen Kanzler Merz nehmen zu

Der Verfassungsschutz hat eine Zunahme russischer Desinformationskampagnen gegen Bundeskanzler Merz festgestellt.

    Ein Mann hält ein iPhone in seiner Hand, auf dem Application Apps zu sehen sind.
    Russische Desinformationskampagnen gegen Bundeskanzler Merz nehmen zu. (IMAGO / Silas Stein / IMAGO / Silas Stein)
    Seit Juni habe sich die Frequenz der Aktivitäten erhöht, zitiert das "Handelsblatt" den Inlandsgeheimdienst. Dabei handele es sich vor allem um Videos auf der Plattform X, die den Eindruck erweckten, sie stammten aus bekannten Medien. Ziel sei es etwa, gesellschaftliche Spannungen zu verschärfen und die politische Meinungsbildung zu beeinflussen, erklärte der Verfassungsschutz.
    Demnach sind die Inhalte der sogenannten Operation Matrjoschka zuzuordnen. Diese war bereits während des Landtagswahlkampfs in Sachsen-Anhalt aktiv. In den Videos werden Logos bekannter Medien eingeblendet, um glaubwürdiger zu wirken. Genannt wird zudem die Gruppe Storm-1516, die auch vor der Bundestagswahl im vergangenen Jahr Desinformationen verbreitet haben soll. Die Bundesregierung hatte ihre Aktivitäten Russland zugeschrieben.
    Diese Nachricht wurde am 16.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.