Duma
Russische Parlamentswahl geht zu Ende - Zwei Tote bei Drohnenangriffen auf Moskau

Am letzten Tag der Parlamentswahl in Russland ist die Hauptstadtregion Moskau erneut zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden. Moskaus Bürgermeister sprach von einem beispiellosen Angriff mit mehr als 1.600 Drohnen seit gestern.

    Ein Mann betritt eine Wahlkabine in einem Wahllokal während der Wahlen zur neunten Staatsduma, dem Unterhaus des russischen Parlaments.
    Duma-Wahlen in Russland (imago / SNA / Alexander Gayuk)
    Die russische Luftabwehr habe allein 450 auf Moskau zusteuernde Fluggeräte abgefangen. Die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldet, zwei Wohnhäuser seien getroffen worden, es gebe zwei Tote und mehrere Verletzte.
    Heute endet die dreitägige Parlamentswahl in Russland. Erste Ergebnisse werden nach Schließung der letzten Wahllokale in Kaliningrad um 20 Uhr MESZ erwartet. Ein Sieg der Regierungspartei "Geeintes Russland" gilt als sicher. Zur Wahl der Duma sind nur kremlnahe Parteien zugelassen.

    Erstmals Abstimmung für russisches Parlament in besetzten ukrainischen Gebieten

    Erstmals wird auch in den von Russland besetzten ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson abgestimmt. Nach Angaben der ukrainischen Menschenrechtsorganisation Donbas SOS werden die Einwohner zur Teilnahme an der Wahl gedrängt. Mitglieder der Wahlkommissionen gingen dort von Haus zu Haus, um die Menschen zur Stimmabgabe zu zwingen. Dabei würden sie von russischen Soldaten und Sicherheitskräften begleitet, hieß es. Die ukrainische Führung sprach von einer Stimmabgabe mit vorgehaltenen Sturmgewehren und will das offizielle Ergebnis in den besetzten Gebieten nicht anerkennen.
    Die EU-Kommission kritisierte die systematische Unterdrückung der Opposition. Zudem verurteilte sie die Durchführung der Wahl auf besetztem ukrainischen Territorium als völkerrechtswidrig.
    Diese Nachricht wurde am 20.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.