Ukraine-Krieg
Russischer Angriff auf Zug nach Warschau - Polens Ministerpräsident Tusk wirft Moskau Eskalation vor

Nach russischen Angriffen auf einen Zug von Kiew nach Warschau sowie auf die Grenzregion hat der polnische Regierungschef Tusk Moskau eine Eskalation des Konflikts vorgeworfen. Er sagte bei einer Sitzung des Krisenstabs, die Beispiele für die Eskalation von russischer Seite rückten immer näher an die Grenze heran.

    Polens Ministerpräsident Donald Tusk sitzt auf einem Stuhl und spricht in ein Mikrofon.
    Polens Ministerpräsident Donald Tusk (Archivbild) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Chancellery of the Prime Minister of Poland)
    Tusk geht nach eigenen Worten davon aus, dass Russland seine Angriffe in den kommenden Wochen und Monaten noch verstärken werde. Er könne nicht ausschließen, dass dies auch auch Polens Territorium betreffen könnte.
    Nach Angaben der ukrainischen Eisenbahn war die Lokomotive eines Passagierzugs beim Grenzbahnhof Jahodyn angegriffen und in Brand gesetzt worden. Verletzte gab es nicht. Laut dem polnischen Verteidigungsministerium schlugen zudem im Westen der Ukraine nahe der Grenze Drohnen ein. Wie das Magazin "Der Spiegel" berichtet, musste wegen des Angriffs nahe dem Grenzübergang auch ein privater Sonderzug teilweise evakuiert werden. An Bord waren dem Bericht zufolge der außenpolitische Berater im Kanzleramt, Sautter, sowie der ehemalige britische Premier Johnson, die zu Beratungen in Kiew gewesen waren.

    Weiterführende Informationen

    Russische Angriffe – Drohne trifft Zug an ukrainisch-polnischer Grenze
    Diese Nachricht wurde am 14.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.