
Russischen Agenturberichten zufolge wird ihm "Anstiftung zu Hass oder Feindseligkeit" vorgeworfen. Ein Gericht in Moskau erließ Haftbefehl. Hintergrund ist ein Interview des Journalisten mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Russland wirft ihm vor, Selenskyj gefragt zu haben, was europäische Länder tun könnten, um - wörtlich - dazu beizutragen, dass mehr Russen getötet würden. Eine Sprecherin des russischen Außenministeriums bezeichnete dies als Aufruf zur Tötung.
Die F.A.Z. erklärte, die Frage sei missverständlich formuliert gewesen. Die Ermittlungen gegen den Journalisten seien der Versuch Russlands, unabhängige Berichterstattung zu behindern. Nach russischem Recht drohen dem Journalisten bis zu sechs Jahre Haft. Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen kritisierte das Vorgehen Russlands scharf und forderte eine Reaktion der Bundesregierung und der EU.
Diese Nachricht wurde am 27.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
