
Zudem wurden die Mitarbeiter der drei Goethe-Institute aufgefordert, das Land bis spätestens Sonntag zu verlassen. Die Kultureinrichtung betrieb neben der Hauptstelle in Moskau weitere Niederlassungen in St. Petersburg und Nowosibirsk.
Mit den Schließungen reagiert die russische Regierung auf die angekündigte Schließung des Russischen Hauses in Berlin und des russischen Generalkonsulats in Bonn. Kremlchef Putin hat die deutschen Strafmaßnahmen bereits als "schweren Fehler" bezeichnet und von gefälschten Belegen gesprochen. Außenminister Lawrow nannte die deutschen Vorwürfe zuletzt den "Beginn eines echten Krieges".
Bundesregierung macht Russland für Anschlagsversuch in Leipzig verantwortlich
Hintergrund ist der Anschlagsversuch mit einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Die Bundesregierung macht Russland dafür verantwortlich. Bundeskanzler Merz sagte zuletzt, dies könne gerichtsfest zugeordnet werden. Moskau bestreitet, hinter der Tat zu stecken.
Diplomatische Präsenz schon länger eingeschränkt
Die Schließung in St. Petersburg steht im Zusammenhang mit einer Reihe gegenseitiger Einschränkungen der diplomatischen Präsenz. Bereits 2023 hatte die Bundesregierung Russland den Betrieb von vier seiner damals fünf Generalkonsulate in Deutschland untersagt. Zuvor hatte Moskau die Zahl der deutschen Staatsbediensteten in Russland auf 350 begrenzt. Deutschland schloss daraufhin seine Generalkonsulate in Kaliningrad, Jekaterinburg und Nowosibirsk; die Botschaft in Moskau und das Generalkonsulat in St. Petersburg blieben zunächst erhalten.
Diese Nachricht wurde am 08.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
