Verteidigung
Rutte würdigt deutschen NATO-Beitrag - Kanzler Merz will Ukraine bei Gipfel-Treffen neue Finanzzusage geben

NATO-Generalsekretär Rutte hat den deutschen Beitrag für das transatlantische Verteidigungsbündnis gewürdigt. Er sagte bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Merz und Bundesverteidigungsminister Pistorius in Berlin, Deutschland leiste starke Beiträge zur gemeinsamen Sicherheit. Rutte lobte unter anderem die gestiegenen deutschen Verteidigungsausgaben.

    NATO-Generalsekretär Mark Rutte (l-r) steht neben Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius bei einer Pressekonferenz an Rednerpulten.
    NATO-Generalsekretär Mark Rutte, Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius (Michael Kappeler/dpa)
    Kanzler Merz betonte, Deutschland werde bereits 2029 das NATO-Ziel erreichen, die Verteidigungsausgaben auf 3,5 Prozent des BIP zu erhöhen. Verteidigungsminister Pistorius fügte an, man versuche, die Abhängigkeit von Militärlieferungen aus den USA zu verringern - werde jedoch auch weiterhin US-Waffen kaufen. Merz kündigte darüber hinaus an, sich auf dem NATO-Gipfel in Ankara kommende Woche für eine neue Finanzhilfe der europäischen Partner für die Ukraine einsetzen zu wollen.

    Kabinettssitzung im Verteidigungsministerium

    Rutte hatte zuvor an einer Sitzung des Kabinetts teilgenommen, die im Verteidigungsministerium stattfand. Dabei wurden Gesetzesvorhaben für eine schnellere Einsatzfähigkeit der Bundeswehr auf den Weg gebracht. So sollen Reservisten künftig wieder zu Übungen verpflichtet werden können. Außerdem sind rechtliche Ausnahmeregelungen zur Beschleunigung von militärischen Bauvorhaben geplant.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Bundeswehr: Reservestärkungsgesetz kommt ins Kabinett
    Diese Nachricht wurde am 01.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.