Energieversorgung
Sabotage am Stromnetz: Polizei fahndet europaweit nach 48-Jährigem

Nach mehreren Sabotageangriffen auf die Energieversorgung in Deutschland fahndet die Polizei europaweit nach einem Tatverdächtigen aus Gevelsberg im Ennepe-Ruhr-Kreis.

    Einsatzkräfte einer Polizeihundertschaft laufen im Gebiet um das Umspannwerk Turnow-Preilack und das Kraftwerk Jänschwalde an einem Strommast vorbei.
    Nach der Sabotage am Stromnetz in Südbrandenburg und Nordrhein-Westfalen ist die Polizei auf Spurensuche. (picture alliance / dpa / Frank Hammerschmidt)
    Die Ermittler gehen davon aus, dass der 48-Jährige Bekennerschreiben verfasst hat. Die Briefe waren bei deutschen Medienhäusern eingegangen. Auch dem Deutschlandfunk liegt ein solches Schreiben vor. Darin bekennt sich der Verfasser zu Angriffen auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Er nennt Details, die zunächst noch nicht öffentlich bekannt waren. Als Motiv gibt er den Kampf gegen fossile Energieträger an. Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul sagte, es spreche einiges dafür, dass ein Einzeltäter dahinterstecke.
    Diese Woche war mit Hilfe von Abschussvorrichtungen gezielt die Stromversorgung in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen gestört worden. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen verfassungsfeindlicher Sabotage und der Bildung einer terroristischen Vereinigung.
    Diese Nachricht wurde am 04.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.