Nach der Landtagswahl
Sachsen-Anhalt: AfD will notfalls auch mit einer Stimme Mehrheit regieren

Die AfD in Sachsen-Anhalt hat nach der dortigen Landtagswahl ihren Anspruch auf die Regierungsbildung bekräftigt und will dafür notfalls die kleinstmögliche Mehrheit in Kauf nehmen.

    Siegmund sitzt an einem Tisch vor mehreren Mikrofonen und sagt etwas. Er trägt ein dunkles Jackett und ein hellblaues Hemd. Man sieht ihn von vorne.
    Ulrich Siegmund nach der ersten Fraktionssitzung der AfD im Landtag in Magdeburg. (dpa / Peter Gercke)
    Der AfD-Spitzenkandidat Siegmund sagte nach der konstituierenden Sitzung seiner Fraktion in Magdeburg, Ziel sei zwar die Bildung eines möglichst stabilen Landeskabinetts. Doch würde man notfalls auch mit nur einer Stimme mehr regieren. Er fügte hinzu, seine Fraktion führe derzeit Gespräche mit anderen Abgeordneten. Sollte seine Partei hier ihre Kernpunkte durchsetzen, würde er als Ministerpräsident antreten.
    Die AfD hatte die Landtagswahl am Sonntag deutlich mit 43,8 Prozent gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Ein Sondierungsangebot Siegmunds haben alle Parteien abgelehnt bis auf das BSW. Dieses hat sich zu einer punktuellen Zusammenarbeit grundsätzlich bereit erklärt.
    Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.