
Kretschmer forderte einen Schulterschluss von Gewerkschaften, Konzernleitung und Politik, sowie Lockerungen bei der EU‑ Regulierung. Das Verbrennerverbot sei "zu planwirtschaftlich". VW beschäftigte in Zwickau zuletzt rund 8.000 Mitarbeiter. Seit 2021 werden dort ausschließlich Elektrofahrzeuge hergestellt. Zuletzt war der Absatz hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Niedersachsens Ministerpräsident Lies, SPD, teilte mit, auch seine Landesregierung werde um jeden Standort kämpfen. Lies ist Mitglied im VW-Aufsichtsrat. Laut der Wirtschaftswoche will VW die Produktion an den Standorten Emden und Zwickau ab dem Jahr 2031 einstellen, in den folgenden Jahren auch in Hannover und am Audi-Standort Neckarsulm. Das habe der Vorstand einstimmig beschlossen. Die Produktion soll in konzern-eigene Werke nach Polen, Tschechien und in die Slowakei verlagert werden.
IG Metall bezeichnet Medienbericht als "Unfug"
Der Aufsichtsrat tagt am Freitag. Die Industriegewerkschaft Metall betonte, der Vorstand könne Werkschließungen nicht an dem Gremium vorbei beschließen. Anderslautende Meldungen bezeichnet die IG Metall wörtlich als "Unfug".
Der Geschäftsführer des ostdeutschen Automobilclusters ACOD, Katzek, kritisierte die Art der Debatte zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Gewerkschaften als "Pokerspiel". Dies zerstöre Vertrauen bei den Mitarbeitern.
Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
