Volkswagen
Sanierungs-Konzept: Vorstand soll Fortführung von vier Werken prüfen - Lies und Kretschmer sehen noch Chancen

Nach der Einigung auf ein Sparpaket bei Volkswagen bleibt die Zukunft von vier Standorten weiter ungewiss.

    VW-Zeichen auf der Fahne, die vor dunklem Himmel weht.
    Für vier VW-Standorte ist die Zukunft noch nicht sicher. (picture alliance I CHROMORANGE | Christian Ohde)
    In einem einstimmig gefassten Beschluss forderte der Aufsichtsrat den Vorstand auf, die Fortführung der unrentablen Werke in Emden, Hannover, Neckarsulm und Zwickau zu prüfen. Außerdem sieht das Sanierungskonzept vor, weltweit weitere 50.000 Stellen zu streichen und die Zahl der Modelle zu reduzieren. Niedersachsens Ministerpräsident Lies erklärte, er gehe davon aus, dass in Deutschland etwa 25.000 Arbeitsplätze wegfielen. Der SPD-Politiker bekräftigte, zu Werksschließungen gebe es keine Zustimmung. Vielmehr wolle er im engen Schulterschluss mit allen Beteiligten dafür sorgen, dass in sämtlichen deutschen Werken auch in den 2030er Jahren noch Autos produziert werden. Lies sitzt als Vertreter des Großaktionärs Niedersachsen im Aufsichtsrat von Volkswagen.
    Sachsens Ministerpräsident Kretschmer von der CDU erklärte ebenfalls, der Aufsichtsrat habe keine Schließung von deutschen Werken beschlossen.
    Diese Nachricht wurde am 04.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.